|
Langgestreckt auf einer Bahre liege ich, total fixiert, eingeschlossen, wie im Sarge, unbeweglich – hab‘s probiert.
Auf den Ohren, wohl zum Schutze; Muscheln heftig angepresst, kann den Kopf kein bisschen drehen, alles sitzt “granitenfest”.
Um mich rum nur Stahl und Eisen, weiß lackiert und trotzdem kalt, nichts dämpft richtig die Geräusche, die man mir ins Hirn rein knallt.
Mal ein Knistern, Knattern, Rattern, dann wie Salven ohne End‘, machen Angst die ganze Stunde, gerne wär‘ ich eingepennt.
Grad‘, als ich die Augen schließe, geht es wieder kräftig los; Rütteln durch den ganzen Körper, immer fester sitzt der Kloß,
der sich in dem Hals gebildet, weil ich mich nicht schlucken trau‘, meine Lippen sind vom Pressen, blutleer und auch völlig blau.
Geht es Ihnen gut, die Frage, alle Viertelstund‘ gestellt, sollt‘ von mir ein “Nein” bekommen, trotzdem sag ich “ja”, ich Held!
Kurz vor Schluss, als extra Folter, holt sie mich nur kurz heraus, baut ne Spule auf die Gurgel, rein zurück, was für ein Graus!
Unerwartet, kaum zu glauben, ist der ganze Spuk vorbei; als Ergebnis dieser Stunde fühlt mein Kopf sich an wie Brei....
|
|